Hier eine Übersicht über verschiedene Zertifikate / Zulassungen von uns
Asbestdemontage nach TRGS519 (Anhang 4c)
Mit der TRGS 519 Anhang 4c-Schulung dürfen wir als Solarunternehmen klar abgegrenzte Arbeiten an festgebundenen asbesthaltigen Materialien durchführen, die im Rahmen unserer Montage- oder Demontagearbeiten notwendig sind.Insbesondere ist das der Rückbau bzw. Demontage von mit Asbest belasteten Dacheindeckungen wie Welleternitplatten, asbesthaltige Dachschinden bzw. Schiefer und andere asbesthaltige Dacheindeckungen.
Hintergrund:
Noch immer gibt es viele Dächer, die mit asbesthaltigem Material gedeckt sind. Schon seit vielen Jahren ist es verboten, darauf eine PV-Anlage zu bauen.
Da bleibt nur, das asbesthaltige Material zu demontieren und fachgerecht* zu entsorgen.
Allerdings ist dies nur Unternehmen mit entsprechender behördlicher Erlaubnis gestattet. Auch die private Demontage ist seit der letzten Novelle Ende 2024 nicht mehr ziulässig.
Aufgrund usnerer entpsrechenden Fortbildung und Zertifizierung durch das Regierungspräsidium Stuttagrt ist es uns erlaubt, diese Arbeiten, auch deutschlandweit durchzuführen.
* Auch der Transport und die Endlagerung asbesthaltiger Materialien ist nur zugelassenen Unternehmen erlaubt.
Bei einem Verstoß gegen die TRGS 519 (und damit gegen die Asbestvorschriften der Gefahrstoffverordnung) kann es, nicht nur für den Ausführenden, sondern auch für den Auftrageber richtig teuer und unangenehm werden – sowohl bußgeld- als auch strafrechtlich.
- Mögliche Folgen bei Zuwiderhandlung:
- Bußgelder
- Nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und Arbeitsschutzgesetz sind Bußgelder von bis zu 30.000 € pro Verstoß möglich.
- Diese können pro Einzelfall und pro beteiligter Person verhängt werden.
- Strafrechtliche Konsequenzen
- Bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Gefährdung von Menschen kann es Strafverfahren geben.
- Mögliche Strafen: Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe (§ 26 GefStoffV i. V. m. § 62 BImSchG).
- Zivilrechtliche Ansprüche
- Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen von Mitarbeitern, Kunden oder Dritten (z. B. wegen Asbestexposition).
- Behördliche Maßnahmen
- Sofortiger Baustopp.
- Stilllegung der Baustelle durch Gewerbeaufsicht / Arbeitsschutzamt.
- für das ausführende Unternehmen Entzug der Genehmigung für bestimmte Arbeiten.
Thermographie an PV-Anlagen
Mangelnde Qualität auf den Märkten aufspüren.In den Boomjahren der Photovoltaik 2008 bis 2010 und insbesondere auch in den Jahren 2021 bis 2024 waren die Auftragsbücher prall gefüllt und die Solarteure kamen den Aufträgen kaum hinterher. Dies hatte zur Folge, dass nicht nur gut ausgebildete Handwerksunternehmen Aufträge abgearbeitet haben.
Viele Quereinsteiger und wenig qualifizierte Fachkräfte halfen den riesigen Bedarf zu decken. Die Konsequenzen sind mittlerweile zu spüren: Verarbeitungsfehler, unzureichende Solarstromerträge der Anlagen bis hin zu Sicherheits- und Brandrisiken. Das Nachsehen hat zunächst der Anlagenbetreiber. Eine qualitativ minderwertige Umsetzung fällt aber letztendlich auch auf das ausführende Unternehmen zurück, sodass auf Basis einer thermografischen Analyse gegebenenfalls Regressansprüche geltend gemacht werden können.
Vorteil Versicherungsschutz.
Hotspots oder defekte Bypassdioden sind im Normalbetrieb nur schwer zu lokalisieren. Thermografie stellt ein einfaches und schnelles Werkzeug zum Aufdecken solcher Schäden dar.Entsprechende Schäden können zu erhöhtem Brandrisiko führen, was bei Schäden zu "Diskussionen" mit der Geböudeversichrung führen kann.
Die Kosten zur Defekt-Behebung werden i. d. R. von Versicherungen übernommen, sofern eine entsprechende Versicherung besteht.
Je nach Garantiebestimmung des Modulherstellers kann auch dessen Garantie die Kosten ganz, teilweise oder gar nicht für die Reparatur übernommen werden. Schauen Sie dazu die entprechendne Garantiebedingungen an - am Besten vor dem Kauf.
Wie vermeide ich undichte Dächer beim Bau von PV-Anlagen?
Die Installation einer Photovoltaikanlage ist für viele Hausbesitzer eine lohnende Investition. Doch neben Energieertrag und Wirtschaftlichkeit sollte vor allem eines beachtet werden: die langfristige Dichtheit des Daches. Undichte Stellen können nicht nur den Dachstuhl schädigen, sondern auch die PV-Anlage selbst gefährden.Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Punkte, um Schäden von Anfang an zu vermeiden.
1. Planung vor Montage
Bevor das erste Modul montiert wird, sollte der Dachzustand gründlich überprüft werden.Dachinspektion: Bringen Sie das Dach in einen einwandfreien Zustand, bevor die PV-Anlage montiert wird. Lose Ziegel, beschädigte Dachbahnen oder verrostete Bleche müssen repariert werden.
Tragwerksprüfung: Neben der Dichtheit ist auch die statische Belastbarkeit entscheidend, um spätere Schäden durch Durchbiegung oder Setzungen zu verhindern.
Tipp: Bei älteren Dächern (über 20 Jahre) kann oft eine Sanierung vor der PV-Montage sinnvoll sein.
2. Montagesysteme sorgfältig auswählen
Das Montagesystem entscheidet darüber, wie die PV-Module befestigt werden – und wie viele Durchdringungen ins Dach nötig sind.Dachhaken & Schienen: Bei Schrägdächern werden oft Dachhaken eingesetzt, die unter die Dachziegel geführt werden. Dazu sind i.d.R. Arbeien am oberen und unteren Dachziegel notwendig. Diese Art der Montage kann im Laufe der Zeit zu Spanungen und Ziegelbruch führen, was wiederum ein undichtes Dach zur Folge hat.
Wenn immer möglich, verzichten wir aus auf derartige Montage und setzen sogenannte Dachziegelersatzlösungen ein.
Indach-Systeme: Bei diesen Systemen übernehmen die PV-Module selbst die Funktion der Dachhaut. Dichtbänder, Abdeckbleche und Entwässerungsführungen müssen hier absolut präzise installiert werden.
Flachdachsysteme: Ideal sind ballastierte Systeme, die ohne Durchdringung auskommen. Falls doch Durchdringungen nötig sind (z. B. für Kabeldurchführungen), sollten geprüfte Dachdurchführungen verwendet werden.
3. Durchdringungen fachgerecht ausführen
Jede Durchdringung der Dachhaut ist ein potenzielles Leck.Abdichtungen: Verwenden Sie speziell für Dächer geprüfte Dichtmanschetten, Butylbänder oder EPDM-Gummidichtungen.
Vermeidung von Rissen: Schneiden oder flexen Sie Dachziegel so, dass keine Spannungen entstehen. Beschädigte Ziegel sofort austauschen.
Normgerechte Ausführung: In Deutschland regeln die Flachdachrichtlinien und die Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks die korrekte Ausführung solcher Arbeiten.
4. Kabeldurchführungen sicher abdichten
Kabel für die PV-Anlage müssen ins Gebäude geführt werden.Nutzen Sie UV-beständige, wetterfeste Dach- oder Wanddurchführungen.
Führen Sie Kabel möglichst senkrecht und mit Tropfschleife ein, damit kein Wasser entlang des Kabels ins Gebäude läuft.
Bei Flachdächern ist eine Erhöhung der Durchführung sinnvoll, um Wasseransammlungen zu vermeiden.
5. Zusammenarbeit mit Fachbetrieben
Eine fachgerechte Montage ist entscheidend.Dachdecker + Solarteur: Im Idealfall arbeiten Dachdecker und PV-Installateur Hand in Hand, oder das Solarunternehmen verfügt selbst über entsprechende Kompetenzen. So wird die Dachhaut professionell geöffnet und wieder geschlossen.
Garantie & Gewährleistung: Klären Sie vorab, wer für mögliche Undichtigkeiten haftet – der Dachdecker oder der Solarteur.
6. Wartung und Kontrolle
Selbst bei perfekter Montage ist eine regelmäßige Kontrolle empfehlenswert.Visuelle Kontrolle: Jährlich prüfen, ob Dachhaken, Dichtungen oder Kabeldurchführungen noch in einwandfreiem Zustand sind.
Nach extremem Wetter: Nach Sturm oder Hagel sofort Sichtprüfung durchführen.
Fazit:
Ein undichtes Dach nach der PV-Montage ist vermeidbar – wenn Planung, Materialauswahl und Montage in Profi-Hand liegen.Die meisten Schäden entstehen durch falsche Auswahl der Komponenten und/oder unsachgemäße Montage z.B. durch falsche Anpassung von Dachziegeln. Wer auf geprüfte Montagesysteme, fachgerechte Abdichtungen und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Handwerkern setzt, sichert nicht nur die Energieerträge seiner PV-Anlage, sondern schützt auch die Bausubstanz langfristig.
Projektentwickler für Energiegenossenschaften
Bürgerinnen und Bürger nehmen den Klimaschutz in die Hand.Sie investieren dezentral in erneuerbare Energien und setzen eine umweltgerechte Energiewirtschaft um. Sie fördern Innovationen und Beschäftigung in der Region.
Das ist die Idee von Energiegenossenschaften.
Mit Energiegenossenschaften setzen Menschen Zeichen, wie durch nachhaltiges Wirtschaften praktisch ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung geleistet wird.
Als Projektentwickjler für Energiegenossenschaften unterstützen wir bei der Planung der beabsichtigten Energieerzeugungslösung sowie bei der Umsetzung bzw. Gründung der dazugehörigen Genossenschaft.